Haltung und Zucht von Zwerggarnelen Die Zwerggarnelen sind im gesamten asiatischen Raum, sowohl auf dem Festland als auch auf den größeren Inseln wie Sri Lanka und Japan, beheimatet. Die Tiere werden je nach Art zwischen 2 und 4 cm groß und haben nur kleine Scheren, mit denen Sie Fischen nicht gefährlich werden können. Ausgewachsene Weibchen lassen sich meist leicht von den etwas kleineren Männchen dadurch unterscheiden, dass ihre Hinterkörper durch die weiter nach unten ausgezogene Seite bulliger wirken.
Haltung Die Haltung der klein bleibenden Garnelen ist denkbar einfach. Schon Aquarien ab 12 Liter Volumen reichen für die erfolgreiche Haltung und Zucht aus. An die Wasserwerte werden keine besonderen Ansprüche gestellt. Die Haltung bei leicht sauren pH-Werten um 6,5 und einer Gesamthärte bis gH 8 hat sich bei den von mir gehaltenen Arten bewährt. Dabei werden nach Berichten niedrigere pH-Werte besser toleriert als Werte über pH 8. Es gibt auch Berichte über die erfolgreiche Pflege in hartem Wasser um gH 20. Eins ist aber immer zu beachten: Alle Zwerggarnelenarten reagieren sehr empfindlich auf die geringsten Spuren von Kupfer im Wasser. Wer also Kupferleitungen im Haus hat bzw. einen Durchlauferhitzer verwendet, muss auf jeden Fall vor dem Wasserwechsel das Leitungswasser, das längere Zeit im Rohr gestanden hat, erst ablaufen lassen. Somit dürfen auch Kupfer enthaltende Medikamente nicht in Garnelen-Aquarien verwendet werden. Bei der Wassertemperatur gilt, lieber etwas kälter als zu warm, d.h. die Temperatur sollte bei den meisten Arten so zwischen 23°C und 25°C liegen. Temperaturen über 25°C führen z.B. bei Bienengarnelen zum Einstellen der Vermehrung. Die Einrichtung des Aquariums sollte mit etwas Holz und vielen Pflanzen, insbesondere Javamoss, erfolgen. Der Bodengrund kann aus feinem Kies bestehen, was den Vorteil hat, dass der Mulm nicht zwischen die Steine fällt. Als Filter empfiehlt sich ein Mattenfilter mit Luftbetrieb, der die Junggarnelen nicht absaugt und außerdem das Wasser noch mit Sauerstoff anreichert.
Vergesellschaftung Die Garnelen lassen sich sehr gut mit Harnischwelsen der Gattung Ancistrus vergesellschaften. Die Ancistrus stellen den kleinen Garnelen nicht nach und die Garnelen scheinen sich auch vom Kot der Ancistrus bzw. von den Kot fressenden Kleinstlebewesen zu ernähren. Des weiteren ist eine Vergesellschaftung mit allen anderen Fischen möglich, die den Garnelen nicht nachstellen. In einem gut bewachsenen Aquarium kommt dann immer noch etwas Garnelennachwuchs durch. Dabei sei allerdings erwähnt, dass die Garnelen recht scheu werden können, wenn sich hektisch schwimmende Fische wie Lebendgebärende im Aquarium befinden. Ich halte und züchte meine Garnelen daher in mit Javamoos und Javafarn zugewucherten 45 Liter Artbecken, in dem ansonsten nur ein paar junge Ancistrus wohnen.
Futter Es sollte abwechslungsreich gefüttert werden, d.h. gutes Flocken- bzw. Granulatfutter, gefrorene Cyclops und Algen. Des weiteren sollte man regelmäßig eingeweichte Blätter von z.B. Eichen und Buchen anbieten, die gern gefressen werden und zur Vermeidung von Häutungsproblemen helfen. Man verwendet keine frischen Blätter, sondern nimmt getrocknetes Laub, das man im Herbst und Winter sammelt.
Zucht Wir unterscheiden zwei Fortpflanzungstypen: den spezialisierten und den primitiven Typ. Beim primitiver Fortpflanzungstyp werden Hunderte von Larven ins Wasser abgegeben und durchlaufen mehrere frei treibende Larvenstadien. Sie benötigen zur Entwicklung meist Brackwasser, da sie in der freien Natur durch die Flüsse ins Meer gespült werden und später wieder in die Flüsse zurück wandern.
In diesem Artikel möchte ich allerdings auf meine Erfahrungen mit der Haltung und Zucht von Zwerggarnelen des spezialisierten Fortpflanzungstyps eingehen: Garnelen des spezialisierten Typs bringen nach einer Tragzeit von drei bis vier Wochen meist 20 bis 30 fertig entwickelte Junggarnelen zur Welt, die Miniaturausgaben ihrer Eltern sind. Die kleinen Garnelen sind je nach Art 1,5 bis 2 mm groß und sind relativ leicht mit feinstem Futter aufzuziehen. In alt eingerichteten Aquarien finden die kleinen Garnelen meist so viel Futter, dass nicht mehr gezielt zugefüttert werden muss. Sehr gut bewährt hat es sich, den Aquarienfilter in einem Eimer in Aquarienwasser auszuwaschen und Teile des sich absetzenden Schlamms wieder ins Aquarium zu geben. Bei dem Schlamm handelt es sich nicht um reinen Fischkot, sondern um sich zersetzendes organisches Material und Mikroorganismen. Beim Verfüttern wird man merken, dass sich die kleinen Garnelen wie eine wilde Meute auf diesen Haufen "Dreck" stürzen. Ja nach Art sind die Garnelen mit 3 bis 6 Monaten geschlechtsreif.
Ich hoffe, bei Ihnen durch meinen Artikel das Interesse an diesen kleinen Kobolden geweckt zu haben. Vielleicht krabbeln bei Ihnen ja auch bald Zwerggarnelen durch's Aquarium.
Text: Kai A. Quante
 Amanogarnele Foto: Copyright Siegfried Niemeyer. Quelle: www.garnelenaquarium.de
Wissenschaftlicher Name: Caridina japonica Bester Algenfresser. Extrem unempfindlich und leicht zu halten. Geschlechts-unterschied: Weibchen bulliger, sonst keine wesentlichen äußeren Unterschiede Größe: bis 50mm Haltung: In Gruppen Wassertemperatur 23°C , min.15°C Sowohl Süßwasser als auch Brackwasser, 6 - 8,5pH Futter: jedes Fischfutter, Algen, Pinsel- und Bartalgen, Mulm, Frostfutter, gekochtes Gemüse, Kaninchen-Pellets, Buchen- oder Eichenlaub Zucht: ca. 1000Larven pro Wurf , alle 2 - 3 Monate die im Salzwasser aufgezogen werden müssen und erst danach wieder zurück ins Süßwasser gesetzt werden. Einrichtung: Wurzeln, Nixkraut, Javamoos, Riccia u. a. feinfiedrige Arten
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 Crystal Red, Kristallrote Zwerggarnele Wissenschaftlicher Name: Caridina/Neocaridina sp. "Crystal Red" Herkunft: Japan Geschlechts- unterschied Die größer und fülliger wirkenden Weibchen erkennt man weiterhin an dem deutlich weiter heruntergezogenen Panzer . Grösse: bis zu 3 cm Beckeneinrichtung: Becken ab 30 cm. Feinfiedrige Pflanzen wie Hornkraut, Nixkraut oder Javamoos. Sie lieben sauerstoffreiches und sauberes Wasser. Das Wasser darf nicht zu warm werden. Temperatur: 15-26 Grad Futter: Allesfresser, Futtertabletten, Flockenfutter, Frostfutter Verhalten: Kann man gut in Gesellschaftsbecken halten, untereinander sehr gesellig. *
 Bunte Bienen Garnele Wissenschaftlicher Name Caridina/Neocaridina sp. "Biene" Herkunft: Hongkong Geschlechts- unterschied: Weibchen sind massiver und etwas grösser Grösse: bis zu 3 cm Beckeneinrichtung: Becken ab 30 cm und reichlich bepflanzt Temperatur: 10-28 Grad Futter: Allesfresser, Futtertabletten, Flockenfutter, Frostfutter Verhalten: Kann man gut in Gesellschaftsbecken halten, untereinander recht friedlich.
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 Hummel Zwerggarnele Foto: Copyright Siegfried Niemeyer. Quelle: www.garnelenaquarium.de
Wissenschaftlicher Name: Caridina breviata Geschlechts-unterschied: Weibchen größer, keine wesentlichen äußeren Unterschiede Größe: 25 - 30mm Haltung: In Gruppen ab 10 Tiere Wassertemperatur 23°C bis 28°C , min.15°C, Wasserwerte 1 - 8°KH, bis 12°dGH, 6 - 7,5pH Futter: jedes Fischfutter, Algen, Mulm, Frostfutter, gekochtes Gemüse, Kaninchen-Pellets, Buchen- oder Eichenlaub Zucht: 20 - 40 fertig entwickelte Junge pro Wurf , alle 2 - 3 Monate Einrichtung: Wurzeln, Nixkraut, Javamoos, Riccia u. a. feinfiedrige Arten
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 Red Cherry Garnelen Wissenschaftlicher Name: Neocaridina denticulata Herkunft: Taiwan Geschlechts- unterschied Das Weibchen ist farbenprächtiger, grösser und durch den Eifleck zu unterscheide Grösse: bis zu 3 cm Beckeneinrichtung: gute Bepflanzung Temperatur: 10-28 Grad Futter: Allesfresser, Futtertabletten, Flockenfutter, Frostfutter Verhalten: Kann man gut in Gesellschaftsbecken halten. sehr produktiv
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 Blaue Zwerggarnele Wissenschaftlicher Name:Neocaridina sp. blue Herkunft: China Geschlechts- unterschied: Weibchen wirken massiver und haben mehr Farbe. Man kann oft ein grünen “Eifleck” erkennen. Grösse: bis zu 3 cm Beckeneinrichtung: Becken ab 30 cm Starke Bepflanzung sowie viele Verstecke. Sie lieben sauerstoffreiches und sauberes Wasser 22 - 25 Grad Futter: Algen, Pflanzenreste sowie Mückenlarven und ähnliches, Futtertabletten, Flockenfutter, Frostfutter Verhalten: Nur mit kleinen friedlichen Fischen, auf keinen Fall mit mittleren oder grösseren Fischen.
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 Grüne Zwerggarnele Wissenschaftlicher Name: Caridina babaulti (ceylanica) Herkunft: Indien Geschlechts- unterschied: Weibchen wirken massiver und haben mehr Farbe. Man kann oft ein grünen “Eifleck” erkennen. Grösse: bis zu 4 cm Beckeneinrichtung: Becken ab 30 cm Starke Bepflanzung sowie viele Verstecke. Sie lieben sauerstoffreiches und sauberes Wasser.10-28 Grad Futter: Algen, Pflanzenreste sowie Mückenlarven und ähnliches, Futtertabletten, Flockenfutter, Frostfutter Verhalten: Nur mit kleinen friedlichen Fischen, auf keinen Fall mit mittleren oder grösseren Fischen.
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 White Pearl Garnele Foto: Copyright Siegfried Niemeyer. Quelle: www.garnelenaquarium.de
Wissenschaftlicher Name Neocaridna cf. zhangjiajiensis sp Herkunft: k.a. Geschlechts- unterschied: Weibchen sind kräftiger und grösser. Grösse: bis zu 3 cm Beckeneinrichtung: Becken ab 60 cm. Wasseransprüche sind bescheiden Temperatur: 15-25 Grad Futter: Allesfresser, Futtertabletten, Flockenfutter, Frostfutter Verhalten: Kann man gut in Gesellschaftsbecken halten, untereinander recht friedlich. *
 Rückenstrich Garnele (rot) Wissenschaftlicher Name: Caridina sp. zeylanica Herkunft: k.a. Geschlechts- unterschied: Weibchen sind kräftiger und grösser. Grösse: bis zu 3 cm Beckeneinrichtung: Becken ab 60 cm.Sauerstoffreiches und sauberes Wasser. Temperatur: 15-25 Grad Futter: Allesfresser, Futtertabletten, Flockenfutter, Frostfutter Verhalten: Kann man gut in Gesellschaftsbecken halten, untereinander recht friedlich. *
 Indische Streifengarnele Foto: Copyright Siegfried Niemeyer. Quelle: www.garnelenaquarium.de
Wissenschaftlicher Name: Caridina cf. babaulti var. "Stripes" Größe 20 - 25mm, Männchen größer Haltung: In Gruppen ab 10 Tiere Wassertemperatur 23°C Wasserwerte bis 3 °KH, bis 5 °dGH, 6,5 - 7,5pH Futter: Welstabletten, Artemia, Mückenlarven Zucht: 10 - 20 fertig entwickelte Junge pro Wurf , alle 4 - 6 Wochen Einrichtung: Wurzeln, Nixkraut, Javamoos, Riccia, Pellia u. a. dichtwachsende Arten, Sandboden
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 Tigergarnele (tragendes weibchen) Foto: Copyright Siegfried Niemeyer. Quelle: www.garnelenaquarium.de
Wissenschaftlicher Name: Caridina sp. „Tiger“ Größe 20 - 30mm, Weibchen größer, keine wesentlichen äußeren Unterschiede Haltung: In Gruppen ab 10 Tiere Bevorzugte Wassertemperatur 23°C , min.5°C, max. 32°C Wasserwerte 1 - 20°KH, bis 30°dGH, 6 – 7,5pH Futter: jedes Fischfutter, Algen, Mulm, Frostfutter, gekochtes Gemüse, Kaninchen-Pellets, Buchen- oder Eichenlaub Zucht: 20 - 40 fertig entwickelte Junge pro Wurf , alle 4 - 6 Wochen Einrichtung: Wurzeln, Nixkraut, Javamoos, Riccia u. a. feinfiedrige Arten
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 Rote Tüpfelgarnele Foto: Copyright Siegfried Niemeyer. Quelle: www.garnelenaquarium.de
Wissenschaftlicher Name: Caridina/Neocaridina sp. „Tüpfel“ Größe 25 - 30mm, Weibchen bulliger, sonst keine wesentlichen äußeren Unterschiede Haltung: In Gruppen ab 10 Tiere Bevorzugte Wassertemperatur 23°C , min.15°C, max. 30°C Wasserwerte 1 - 8°KH, bis 12°dGH, 6 - 7,5pH Futter: jedes Fischfutter, Algen, Mulm, Frostfutter, gekochtes Gemüse, Kaninchen-Pellets, Buchen- oder Eichenlaub Zucht: 20 - 40 fertig entwickelte Junge pro Wurf , alle 2 - 3 Monate Einrichtung: Wurzeln, Nixkraut, Javamoos, Riccia u. a. feinfiedrige Arten
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 Pinselalgengrnele Caridina cf. babaulti var. Malaya
Sehr variable Art die die Farbe wechseln kann wie ein Chamäleon. Die Grundfärbung dieser Zwerggarnelen ist ein braungrün und je nach Stimmung wechseln die Tiere die Farbe schlagartig nach rot oder auch blau. Größe 25 - 30mm, Weibchen bulliger, sonst keine wesentlichen äußeren Unterschiede Haltung: In Gruppen ab 10 Tiere Bevorzugte Wassertemperatur 23°C , min.10°C, max. 32°C Wasserwerte 10 - 20°KH, bis 30°dGH, 6,5 – 8,5pH Futter: jedes Fischfutter, Algen, Pinselalgen, Mulm, Frostfutter, gekochtes Gemüse, Kaninchen-Pellets, Buchen- oder Eichenlaub Zucht: 20 - 40 sehr kleine Junge pro Wurf , alle 4 - 6 Wochen Einrichtung: Wurzeln, Nixkraut, Javamoos, Riccia u. a. feinfiedrige Arten
Copyright Siegfried Niemeyer. Quelle: www.garnelenaquarium.de
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Europäische Süsswassergarnele Atyaephyra desmaresti Copyright Siegfried Niemeyer. Quelle: www.garnelenaquarium.de
Größe 25 - 40mm, Weibchen bulliger und größer, sonst keine wesentlichen äußeren Unterschiede Die Männchen und Jungtiere sind überwiegend transparent. Weibchen können Farben von grün über braun bis dunkelblau haben. Die Art ist winterhart und sehr gut für bepflanzte Gartenteiche die nicht durchfrieren geeignet Haltung: In Gruppen ab 10 Tiere Bevorzugte Wassertemperatur 22°C , min. 4 °C, max. 30°C Wasserwerte 1 - 20 °KH, bis 30 °dGH, 7 - 8,5pH Futter: jedes Fischfutter, Algen, Mulm, Frostfutter, gekochtes Gemüse, Kaninchen-Pellets, Buchen- oder Eichenlaub Zucht: bis 1500 Larven pro Wurf , einmal pro Jahr Einrichtung: Wurzeln, Nixkraut, Javamoos, Riccia u. a. feinfiedrige Arten
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 Schneeflöckchengarnele Macrobrachium cf. mirabile Copyright Siegfried Niemeyer. Quelle: www.garnelenaquarium.de
Größe 30 - 45mm, Männchen größer Haltung: In Gruppen ab 10 Tiere Wassertemperatur 23°C Wasserwerte bei mir 16°KH, bis 30°dGH, 7,5-8,5pH etwas Salzzusatz Futter: Welstabletten, Artemia, Mückenlarven Zucht: 10 - 20 fertig entwickelte Junge pro Wurf , alle 4 - 6 Wochen Einrichtung: Wurzeln, Nixkraut, Javamoos, Riccia u. a. feinfiedrige Arten, Sandboden
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 CPO Cambarellus patzcuarense orange Copyright Siegfried Niemeyer. Quelle: www.garnelenaquarium.de
Herkunft: Patzcuarensesee in Mexiko auf 2000m Höhe Friedlicher kleiner Krebs der weder Pflanzen frißt, noch sich an Fischen vergreift Größe 45 - 50mm Männchen haben Begattungsgriffel Haltung: paarweise oder in Gruppen Wassertemperatur 10 - 30 °C Wasserwerte bei mir 16°KH, bis 30°dGH, 7,5-8,5pH Futter: jegliches Fischfutter, Welstabletten, Artemia, Mückenlarven, Laub, Detrius und absterbenden Wasserpflanzenteilen. Zucht: 10 - 20 fertig entwickelte Junge pro Wurf Einrichtung: Wurzeln, Höhlen, Versteckmöglichkeiten, Nixkraut, Javamoos, Riccia u. a. feinfiedrige Arten
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Lousiana-Zwergflusskrebs Cambarellus shufeldtii Copyright Siegfried Niemeyer. Quelle: www.garnelenaquarium.de
Herkunft: USA, Lousiana Friedlicher kleiner Krebs der weder Pflanzen frißt, noch sich an Fischen vergreift Größe 45 - 50mm Männchen haben Begattungsgriffel Haltung: paarweise oder in Gruppen Wassertemperatur 10 - 30 °C Wasserwerte bei mir 16°KH, bis 30°dGH, 7,5-8,5pH Futter: jegliches Fischfutter, Welstabletten, Artemia, Mückenlarven, Laub, Detrius und absterbende Wasserpflanzenteile. Zucht: Das Männchen dreht das Weibchen bei der Paarung auf den Rücken und hält es mit den Scheren fest. Durcht die Gonopoden werden die Spermien übergeben. Die Eier und Larven werden vom Weibchen ca. 4 Wochen unter dem Schwanz getragen. 10 - 20 fertig entwickelte Junge pro Wurf Einrichtung: Wurzeln, Höhlen, Versteckmöglichkeiten, Nixkraut, Javamoos, Riccia u. a. feinfiedrige Arten
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Hier ein paar Tips von Siegfried Niemeyer, bei dem wir uns recht herzlich für die Überlassung der Bilder und Texte bedanken. Wenn Sie mehr über Garnelen deren Haltung und Zucht wissen möchten dann besuchen Sie die Website www.garnelenaquarium.de |
Zwerggarnelen und Fische vergesellschaften
Nachfolgend einige Beispiele der Vergesellschaftung von Zwerggarnelen mit Fischen die von mir oder anderen Garnelenliebhabern erfolgreich ausprobiert wurden.
Eine Vergesellschaftung und Vermehrung ist mit folgenden Arten möglich: Zwergschwertträger, Neoheterandria elegans, Boraras, Filigranregenbogenfische, Blauaugenregenbogenfisch gertrudae, Zwergziersalmler, Poecilia heterandria, Ancistrus, Hexenwelse, Zwergpanzerwelse, Ohrgitterharnischwelse Corydoras sterbai, boraras maculatus und boraras merah
Einige erprobte Beckeneinrichtungen:
64 Liter: Red Fire oder Bienen, Kardinalfische, Corydoras panda Dichtes Javamoos, dichte kleine Sagittarien, dichte Cryptos, Stängelpflanzen, Javafarn, Anubias nana, Wurzel
112 Liter Red Fire oder Bienen, Corydoras melini, Rote Neons, LDA 25, sonst wie oben nur ohne Anubias nana und andere Sorten Cryptos und Stängelpflanzen
350 L Gut bepflanzt 130 Neons 30 Cory und ein paar hundert Bienen und 8 L144
54 L Becken Red Crystal Rote Hexenwelse
360 L Becken stark bepflanzt und Laubboden Neocaridina denticulata Corydoras trilineatus Sturisoma festivum Pristella maxillaris Hasemania nana
Caridina simoni simoni mit - alle möglichen Simpsonichthys und verwandte Gattungen - Hyphessobrycon elachys - Sphaerichthys vaillanti - Parosphromenus spec. manis mata - Corydoras duplicareus
AQ (80 cm) Bepflanzt mit Javamoos, Java-Farn windelov, Echinodorus Holz und ab und zu Buchenlaub. Red Cherrys, jungen Ancistrus spec., Pomacea bridgesi und einen Schwarm Danio sp.aff.choprae.
AQ (60 cm) Bienen mit Pomacea, Danio und jungen Ancistren.
Hummelgarnelen zusammen mit Microrasbora nana und Pisodonophis boro, die Hummeln vermehrten sich spontan ohne viel Pflanzen im Becken.
Red Cherries zusammen mit Tanichthys albonubes, die Cherries vermehren sich wie Kaninchen.
80x40x40 Becken mit C. simoni simoni 20 Rasbora rubrodorsalis, 20 Hyphessybrycon sp.Rio Negro und 2 Hexenwelsen drin.
Leopardgarnelen in einem 40x30x32 Becken zusammen mit 7 Hara jerdoni. Nur einige Pflanzen im Becken.
54 l - Becken mit Cardina sp. 'Crystal Red', in Vergesellschaftung mit 5 adulten LDA 25 (Pitbulls). Auch hier viele Verstecke und relativ dichte Bepflanzung
112 l - Becken mit Neocaridina denticulata sinensis, Caridina japonica, Colisa chuna, Paracheirodon innesi (Schwarm mit 20 Tieren), Otocinclus vittatus, Corydoras panda (9-köpfiger Trupp), Ancistrus dolichopterus.
200 l - Becken ebenfalls mit Neocaridina denticulata sinensis, vergesellschaftet mit einem 16-köpfigen Schwarm Melanotaenia praecox, zwei adulten Ancistrus dolichopterus (nebst zahlreichem Nachwuchs <g>), einigen Corydoras aeneus, und einem einsamen Synodontis nigriventris.
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Was bringt unsere Garnelen um?
So traurig ein Garnelensterben ist, so einfach lässt es sich meist erklären und vermeiden.
1. haben Algenvernichtungsmittel in einem Garnelenbecken nichts zu suchen. Sie enthalten alle Kupfer und das Kupfer schlägt sich am Boden nieder. Bei mehrmaliger Zugabe wird dann irgendwann die Konzentration am Boden für die Garnelen tödlich. Wichtig ist also, das ihr in dem vergifteten Becken einen möglichst großen Wasserwechsel macht und bei der Gelegenheit auch gleich den Bodengrund mit einer Mulmglocke durch saugt. Danach kann man sofort wieder Garnelen und Krebse einsetzen.
2. Frisch gekaufte Pflanzen aus dem Handel dürfen keinesfalls direkt in ein Garnelenbecken gesetzt werden. In den Wasserpflanzenzüchtereien werden die Wasserpflanzen mit Kontaktgiften behandelt, um zu verhindern das die Pflanzen von Schädlingen befallen werden. Außerdem werden die Pflanzen extrem mit Dünger versorgt. Wenn die Pflanzen dann an den Handel abgegeben werden, werden sie zuvor nochmal kurz abgespült um den überwiegenden Teil dieser Stoffe zu entfernen. Trotzdem befindet sich noch ausreichend Gift auf den Pflanzen um Wirbellose damit innerhalb von Stunden zu töten. Fische sind da bei weitem nicht so empfindlich. Aus diesem Grund setzt man frisch gekaufte Pflanzen immer zuerst in ein separates Gefäß und belässt sie dort eine Woche, damit sich die Giftstoffe ablösen. Wenn man ein zweites reines Fischaquarium besitzt, kann man sie auch dort zuerst einsetzen. Wichtig ist auch, dass man vorher von den neu erworbenen Pflanzen jeden noch so kleinen Rest des an den Wurzeln befindlichen Substrats entfernt. Wenn man dann nach einer Woche die Pflanzen ins Garnelenbecken einsetzt, gibt es auch keine Probleme mehr mit den Garnelen.
3.Sauerstoffgehalt.
Der überwiegende Teil unserer Garnelen lebt in der Natur in sehr sauberen Fließgewässern. Das bedeutet einerseits einen hohen Sauerstoffgehalt und andererseits eine sehr geringe Keimdichte, weil ja ständig Frischwasser nachfließt. Auf beides, geringe Keimdichte und ausreichend Sauerstoff sind unsere Garnelen angewiesen. Genügend Sauerstoff bekommen wir in unseren Aquarien entweder durch künstliche Belüftung, oder durch einen starken, gut wachsenden Pflanzenbestand.
4. Keimdichte
Leider bringen immer wieder Garnelenhalter ihre Tiere durch eine zu hohe Keimdichte im Aquarium um. Das liegt zum großen Teil daran, dass die Tiere zu stark gefüttert werden und dann die Futterreste im Filter oder am Bodengrund vergammeln. Gerade Flockenfutter zersetzt sich sehr schnell in viele kleine Partikel, die dann mit dem bloßen Auge überhaupt nicht mehr sichtbar sind. Aus diesem Grund ist ein Futtergranulat auf jden Fall besser kontrollierbar. Gefüttert wird immer nur dann wenn keine Futterreste mehr sichtbar sind. Zusätzlich ist ein regelmäßiger Wasserwechsel das A und O für eine geringe Keimdichte. In diesem Zusammenhang darf selbstverständlich auch der Filter nicht vergessen werden. Ein Filter ist um so besser, je feiner er ist. Sehr gut sind Mattenfilter und Maximal-Filter die mit Filterwattenmatte bestückt sind. Trotzdem darf man eines nicht vergessen. Ein Filter hält zwar die im Wasser schwebenden Stoffe fest, damit sind sie aber noch lange nicht aus dem Wasserkreislauf entfernt. Nach einiger Zeit lösen sich diese Stoffe im Filter auf und damit nimmt automatisch die Keimdichte im Aquarium wieder zu. Jeder Filter muss deshalb regelmäßig nach einer bestimmten Zeit, die von der Besatzstärke und der Futtermenge abhängig ist, gereinigt werden.
5. Medikamente
Bei Aquarien-medikamenten muß man besonders vorsichtig sein und die auf der Verpackung angegebene Zusammensetzung genau lesen. Garnelen sind zwar gegenüber Farstoffmedikamenten wie z. B. Metylenblau oder Malachitgrün absolut unempfindlich, aber sie vertragen keinerlei Schwermetalle. In vielen käuflichen Medikamenten ist aber als Wirkstoff Kupfer enthalten. Solche Medikamente sind für Garnelenbecken absolut ungeeignet.
6. Parasiten
Immer wieder schreiben mir Garnelenhalter von unerklärlichen, schleichenden Garnelensterben. Heute zwei, Morgen 5, Übermorgen 15 tote Garnelen, usw.. Fast immer stellt sich dann heraus, das daran Planarien schuld sind. Planarien gibt es in den verschiedensten Größen und Arten im Aquarium. Angefangen von kleinen weißen in 2mm Länge, bis zu dunkel gefärbten mit bis zu 15mm Länge. Man erkennt sie daran, dass sie alle einen dreieckigen Kopf haben der wie eine Pfeilspitze aussieht. In allen Fällen schleppt man sich die Planarien von außerhalb ein. Das kann durch Pflanzen, durch dazu gekaufte Garnelen aus einenm nicht einwandfreien Bestand, oder durch Schnecken geschehen. Es gibt bis Heute keinerlei mechanische oder biologische Methode Planarien dauerhaft zu 100% zu entfernen. Die einzigste Möglichkeit diese Parasiten los zu werden ist das Medikament Flubenol. Dieses Medikament wird eigentlich in der Schweinezucht zur Bekämpfung von Würmern angewendet. Es funktioniert so, dass allen Wurmartigen Lebewesen durch ein Enzym die Verdauung zerstört wird. Die Würmer verhungern dadurch langsam aber sicher. Für die Garnelen ist dieses Medikament absolut unschädlich, weil bei ihnen dieses Enzym keinen Einfluss auf die Verdauung hat. Man dosiert Flubenolpulver in einer Konzentration von 0,2 Gramm je 100L Aquariumwasser. Das Pulver wird einfach in einem Liter Wasser aufgerührt und dann ins Aquarium geschüttet. In dieser Menge wird über einen Zeitraum von mindestens 3 Wochen jede Woche einmal nachdosiert, bis keine Würmer mehr an den Scheiben auftauchen. Das Mittel ist nur über einen Tierarzt zu beschaffen. Am Besten wendet man sich an einen Tierarzt der landwirtschaftliche Betriebe betreut. Diese Tierärtzte haben in der Regel das Medikament vorrätig und man kann von ihnen auch kleine Mengen bekommen, ohne gleich eine ganze Packung kaufen zu müssen.
Copyright Siegfried Niemeyer. Quelle: www.garnelenaquarium.de
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Holger Schumacher |