|  Druckversion
 

 
 
Home
 
 
News
 
 
Kunst & Kultur
 
 
Reisen und Freizeit
 
 
Event´s & Veranstaltungen
 
 
Sport
 
 
Musik
 
 
Kino & Film
 
 
Stars & Sternchen - Klatsch & Tratsch
 
 
Wohnen & Einrichten
 
 
Bücher
 
 
Auto & Verkehr
 
 
Technik & Trend`s
 
 
Hund Katze Maus...
 
 
ONGURU klärt auf
 
 
Bildergalerien
 
 
Downloads
 
 
Gewinnen mit ONGURU
 
 
Kontakt
 
 
Impressum
 
 
AGB
 
 
Suche
 
 
Links & Partner aus Kunst & Kultur
 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
auto pkw
 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Bundesministerium für Senioren,Frauen und Jugend
 
 
Bundesministerium für Gesundheit
 
 

 
 
Bundesministerium für Justiz
 
 
bundesministerium für verkehr, bau und stadtentwicklung
 
 

 
 
Bundesministerium für Verteidigung
 
 

 
 
Bundesministerium für Finanzen
 
 

 
 
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
 
 
bund de steuerzahler schwarzbuch
 
 

 
 

 

Home : buecher : buddhist : Weshalb Sie kein Buddhist sind

Weshalb Sie kein Buddhist sind

Dzongsar Jamyang Khyentse




Dzongsar Khyentse ist einer der kreativsten und innovativsten jungen tibetischen Lamas, die heutzutage lehren. Er ist der Regisseur von zwei Spielfilmen mit buddhistischen Themen (des Films Spiel der Götter – Als Buddha den Fußball entdeckte, der internationales Aufsehen erregte, und von Travellers and Magicians) und wird als provokativer Lehrer, Künstler und Dichter von vielen westlichen Buddhisten bewundert und verehrt.

Khyentse geht hier auf Abstand zu den konventionellen Darstellungen der buddhistischen Lehren und fordert seine Leser heraus, sich erst einmal klar darüber zu werden, was Buddhismus eigentlich ist, bevor sie sich selbst als „Buddhisten“ bezeichnen. Voller Witz und Ironie drängt er sie, über das oberflächliche „Drum und Dran“ des Buddhismus hinauszugehen – das schwärmerische Hängen an Gebetsketten, Räucherwerk und exotischen Lehrern in malerischen Gewändern – und direkt in den Kern dessen einzudringen, was der Buddha gelehrt hat.

Im Wesentlichen erklärt dieses Buch, was ein Buddhist wirklich ist – nämlich jemand, der die Wahrheit der Vergänglichkeit zutiefst begreift und der versteht, auf welche Weise uns unsere Gefühle in Kreisläufen des Leidens gefangen halten können. Khyentse präsentiert die Grundaussagen des Buddhismus in einer schlichten Sprache und mit Beispielen, die jedem von uns einleuchten.

Sie halten sich also für einen Buddhisten. Wissen Sie denn wirklich, was damit gemeint ist?

In diesem erfrischenden und provokativen Buch wirft der tibetische buddhistische Meister Dzongsar Jamyang Khyentse der buddhistischen Szene den Fehdehandschuh hin, indem er weit verbreitete Missverständnisse, Stereotypen und Phantasien in Frage stellt. Mit ungewöhnlicher Wortgewalt und Originalität bring er die Essenz des Buddhismus in vier schlichen Fragen zum Ausdruck, mit denen er den Leser herausfordert:

  • Können Sie akzeptieren, dass alle Dinge vergänglich sind und dass es keine essenzielle Substanz oder grundlegendes Konzept gibt, die dauerhaft wären?
  • Können Sie akzeptieren, dass alle Gefühle Schmerz und Leiden mit sich bringen und dass es kein Gefühl gibt, das ausschließlich angenehm wäre?
  • Können Sie akzeptieren, dass alle Phänomene illusorisch und leer sind?
  • Können sie akzeptieren, dass Erleuchtung alle Vorstellungen überschreitet, dass sie nicht bedeutet, sich in einem vollkommen glückseligen Himmel wieder zu finden, sondern einfach die Befreiung von Verblendung ist?

Wie Khyentse behauptet, können wir uns nur dann als Buddhisten bezeichnen, wenn wir auf alle diese Fragen mit einem zweifelsfreien „Ja“ zu antworten vermögen.

Khyentse, ein provokativer Lehrer, bekannter Filmemacher, Künstler und Schriftsteller, ist einer der kreativsten und innovativsten Lamas des tibetischen Buddhismus, die in unseren Tagen lehren. In Warum Sie (k)ein Buddhist sind fordert er uns auf, unsere grundlegendsten Annahmen und Überzeugungen zu hinterfragen, und inspiriert uns dazu, den authentischen Pfad des Buddhismus zu erkunden.

Lesen Sie mehr auch unter www.windpferd.de

Pressestimmen

„Hier haben wir es endlich mit einer erfrischend neuen Stimme im tibetischen Buddhismus zu tun ... Dieses kleine Buch gibt den Anhängern des Buddhismus und all jenen, die an einer fortschreitenden Anpassung der traditionellen östlichen Weisheit an die postmoderne westliche Umgebung interessiert sind, einiges zu denken.“Publishers Weekly

„Eine vergnügliche Auffrischung unseres Wissens und eine hervorragende Einführung in den Buddhismus - auch für Leser, die nicht unbedingt ‚Buddhisten’ sein wollen.“New Age Retailer






zurück





„Buddhistisch“ und Buddhismus

buddhaschale

Woran denken Sie beim Thema „Buddhismus“?

Sicher fallen Ihnen spontan Bilder, Begriffe oder Begebenheiten ein, die Sie mit diesem Wort verbinden. Hier einige mögliche Antworten, die wir für Sie gesammelt haben:

  • Meditation
  • Dalai Lama
  • Sitzkissen
  • Buddha-Statuen
  • Räucherstäbchen
  • Frieden
  • ärmellose rotbraune Roben
  • Wiedergeburt
  • Tibet

Rechts finden Sie eine kurze Zusammenfassung dessen, was unter „Buddhismus“ im Westen allgemein verstanden wird. Doch zunächst lassen wir einen der größten derzeit lebenden Lehrer zu Wort kommen:

Dzongsar Jamyan Khyentse

Er ist Leiter der angesehenen Dzongsar Mönchsschule und für die Ausbildung von 1600 Mönchen in Klöstern und Einrichtungen Asiens verantwortlich. Seine zweite Heimat ist Hollywood. Als Regisseur und Drehbuchautor reist er um die Welt, berät Schauspieler wie Richard Gere und Filmemacher wie Bernardo Bertolucci und hat des Öfteren interessante Begegnungen, wie zum Beispiel diese:

Dzongsar Jamyang Khyentse"Einmal bekam ich auf einem transatlantischen Flug einen Mittelsitz im Mittelblock, und der wohlwollende Herr neben mir bemühte sich freundlich zu sein. Er hatte aus meinem geschorenen Kopf und meiner braunen Robe geschlossen, dass ich Buddhist sei. Als das Essen serviert wurde, bot er mir rücksichtsvoll an, mir ein vegetarisches Gericht zubestellen. Er nahm an, dass ich als Buddhist kein Fleisch esse. Das war der Anfang unseres Gesprächs. Der Flug war lang, und um unsere Langeweile zu vertreiben, sprachen wir über Buddhismus. Mit der Zeit ist mir klar geworden, dass die Leute Buddhismus und Buddhisten oft mit Frieden, Meditation und Gewaltlosigkeit assoziieren. Und viele glauben tatsächlich, ein safranfarbenes oder rotbraunes Gewand und ein friedvolles Lächeln machten jemanden bereits zum Buddhisten. Als fanatischer Buddhist sollte ich auf diesen Ruf stolz sein, insbesondere auf den Aspekt der Gewaltlosigkeit, der in diesem Zeitalter des Krieges und der Gewalt – besonders der religiösen Gewalt – so selten ist. In der gesamten Geschichte der Menschheit scheint Religion Brutalität erzeugt zu haben. Selbst heutzutage dominiert religiös begründete extremistische Gewalt die Nachrichten. Doch ich glaube mit Fug und Recht sagen zu können, dass wir Buddhisten uns in dieser Hinsicht bislang keine Schande gemacht haben. Gewalt hat in der Verbreitung des Buddhismus niemals eine Rolle gespielt. Als geschulter Buddhist bin ich jedoch auch nicht ganz einverstanden, wenn der Buddhismus mit nichts anderem als mit Vegetarismus, Gewaltlosigkeit, Frieden und Meditation in Verbindung gebracht wird. Prinz Siddhârtha, der alle Annehmlichkeiten und allen Luxus des Palastlebens opferte, muss nach mehr als nach Passivität und Grünzeug gesucht haben, als er sich aufmachte, Erleuchtung zu finden. Auch wenn er in seiner Essenz recht einfach ist, lässt sich der Buddhismus doch nicht so leicht Dzongsar Jamyan Khyentse - Warum Sie kein Buddhist sinderklären. Er ist von einer fast unbegreiflichen Komplexität, Weite und Tiefe. Und obwohl er weder religiös noch theistisch ist, ist es schwer, ihn zu präsentieren, ohne sich theoretisch und religiös anzuhören. Während der Buddhismus sich in verschiedene Regionen der Welt ausbreitete, nahm er die kulturellen Charakteristika dieser Gegenden an, und das macht es noch schwieriger, ihn zu entschlüsseln.

Theistisches Drum und Dran wie Räucherwerk, Glöckchen und bunte Hüte zieht die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich, kann aber gleichzeitig auch ein Hindernis sein. Die Leute glauben dann letztlich, dies alles mache den Buddhismus aus, und werden von seiner Essenz abgelenkt. Zum Teil aus Frustration darüber, dass die LehrenSiddhârthas für meinen Geschmack nicht genug ankommen, manchmal aber auch aus eigenem Ehrgeiz, trage ich mich mit dem Gedanken, den Buddhismus zu reformieren, ihn einfacher – unkomplizierter und puritanischer – zu machen.

Es ist abwegig und unangebracht sich auszumalen (und ich tue das manchmal), den Buddhismus auf genau definierte, berechnete Praktiken zu reduzieren, wie zum Beispiel dreimal am Tag zu meditieren, sich an eine bestimmte Kleiderordnung zu halten und bestimmten ideologische Glaubensätzen anzuhängen, wie etwa dem, dass die ganze Welt zum Buddhismus konvertiert werden müsse. Wenn wir versprechen könnten, dass solche Praktiken zu sofortigen und fassbaren Ergebnissen führten, gäbe es wahrscheinlich mehr Buddhisten in der Welt. Doch wenn ich mich von diesen Fantasien erhole (was ich selten tue), warnt mich mein nüchterner Verstand, dass eine Welt voller Menschen, die sich „Buddhisten“ nennen, nicht unbedingt eine bessere Welt wäre."

Wir bedanken uns beim Windpferd Verlag für die freundliche Zusammenarbeit.
Texte und Bilder
© 2007 by WINDPFERD

Holger Schumacher


zurück